Upsell und Downsell: Definition & Funktionsweise
Upsell und Downsell bezeichnen Vertriebsstrategien im Verkaufs-Funnel, um den durchschnittlichen Umsatz pro Kunde (Warenkorbwert) gezielt zu steigern. Ein Upsell bietet Kund:innen ein höherwertiges Upgrade, eine Erweiterung oder eine Premium-Variante an. Ein Downsell dient als günstigere Alternative oder kleineres Paket, das automatisch vorgeschlagen wird, falls ein Upsell abgelehnt wird.
Auf einen Blick
- Upsell bietet ein höherwertiges Produkt oder Upgrade an, um den Bestellwert zu maximieren.
- Downsell schlägt ein preiswerteres Ausweichangebot vor, wenn das erste Upgrade nicht angenommen wird.
- Die Kombination beider Methoden sichert Zusatzumsätze und erhöht die Conversion Rate im Checkout-Prozess.
- Order Bumps und 1-Click Upsells sind die üblichen Methoden, Upsells und Downsells anzubieten
Wie funktionieren Upsell und Downsell?
In einer automatisierten Verkaufsstruktur greifen Zusatzangebote an zwei unterschiedlichen Zeitpunkten des Kaufprozesses: direkt auf der Bezahlseite (Order Bump) und im Anschluss an die Bezahlung (1-Click-Upsell/Downsell-Funnel).
Vor dem Kauf: Order Bump auf der Bezahlseite
Bevor der Kauf abgeschlossen wird, sieht die Kundschaft direkt auf der Bezahlseite ein passendes Zusatz- oder Alternativangebot. Dabei kann es sich sowohl um einen Upsell als auch um einen Downsell handeln. Das Angebot wird ausgewählt oder auch nicht, danach wird der Kauf abgeschlossen.
Nach dem Kauf: der 1-Click-Upsell- und Downsell-Funnel
Sobald der Hauptkauf (inklusive eventuellem Order Bump) erfolgreich bezahlt wurde, startet der eigentliche Upsell-Funnel, bevor die finale Dankeseite erscheint:
- Der Upsell: Das System blendet eine neue Seite mit einem exklusiven Premium-Angebot ein (zum Beispiel ein persönliches 1-zu-1-Coaching). Da die Zahlungsdaten aus dem Checkout bereits sicher hinterlegt sind, reicht ein einziger Klick auf „Ja, jetzt hinzufügen”, um das Produkt direkt kostenpflichtig zu buchen (1-Click-Upsell).
- Der Downsell: Klickt die Kundschaft stattdessen auf „Nein, danke”, schaltet der Funnel automatisch ein reduziertes Ausweichangebot frei (Downsell), beispielsweise den Zugang zu zwei Live-Q&A-Sessions für einen deutlich geringeren Preis.
Der Vorteil gegenüber klassischem Querverkauf: Durch die technische Trennung in Order Bumps (Checkout) und 1-Click-Funnels (nach dem Kauf) nutzt man den Kaufimpuls aus, ohne den eigentlichen Hauptkauf zu gefährden.
Was ist der Unterschied zwischen Order Bump, Upsell und Downsell?
Die drei greifen an unterschiedlichen Punkten des Kaufprozesses. Der Order Bump steht vor dem Kaufabschluss, Upsell und Downsell folgen danach im Funnel.
Angebotsart
Zeitpunkt
Angebot
Order Bump (meist Crosssell)
vor dem Kaufabschluss, auf der Bezahlseite
kleines Zusatzangebot per Häkchen
Upsell
nach dem Kauf, per 1-Click
höherwertiges Upgrade oder Premium-Angebot
Downsell
nach einem abgelehnten Upsell
günstigere Alternative
Praxisbeispiel für Upsell/Downsell
Sinem verkauft einen Online-Kurs für 199 Euro. Nach dem Kauf blendet der Funnel ein 1-zu-1-Coaching als Upsell ein, das viele mit einem Klick dazubuchen. Wer ablehnt, sieht als Downsell den Zugang zu zwei Live-Q&A-Sessions zum kleineren Preis. So steigt der Umsatz pro Kauf, ohne den Hauptkauf zu gefährden.
Häufige Missverständnisse
„Zusatzangebote nach dem Kauf verärgern die Kundschaft.”
Passend zum Kauf platziert, werden sie oft angenommen. Ein Klick auf „Nein danke” schließt den Kauf normal ab.
„Ein Downsell ist ein Zeichen von Schwäche.”
Der Downsell fängt Kundschaft auf, der das erste Angebot zu teuer war, und sichert so Zusatzumsatz.
„Upsells funktionieren nur bei teuren Produkten.”
Auch bei günstigen Hauptprodukten kann ein passendes Upgrade oder ein Bonus den Bestellwert erhöhen.
ablefy-Einordnung
ablefy bietet einen integrierten Funnel-Builder, der sowohl Order Bumps auf der Bezahlseite als auch nachgelagerte 1-Click-Upsell- und Downsell-Funnels abdeckt. Zusatzangebote lassen sich mit wenigen Klicks an Hauptprodukte anbinden. Das System übernimmt die automatische Abbuchung über die bereits hinterlegte Zahlungsart, stellt Rechnungen aus und schaltet Zugänge frei.
Häufige Fragen zu Upsell & Downsell
Was heißt Upsell auf Deutsch?
Upsell bedeutet sinngemäß Höher- oder Zusatzverkauf. Einen festen deutschen Begriff gibt es nicht, meist wird das englische Wort verwendet.
Warum kombiniert man Upsells und Downsells?
Um den Umsatz pro Kunde zu maximieren (Upsell) und gleichzeitig Kundschaft aufzufangen, der das erste Zusatzangebot zu teuer war (Downsell).
Schrecken Upsells nach dem Kauf den Hauptkauf ab?
Nein. Weil 1-Click-Upsells erst nach dem abgeschlossenen Kauf erscheinen, ist der Hauptkauf bereits gesichert. Ein abgelehntes Zusatzangebot gefährdet ihn nicht.