Reseller-Modell: Bedeutung und Funktionsweise

Ein Reseller, auf deutsch: Wiederverkäufer, kauft Produkte oder Dienstleistungen ein und verkauft sie im eigenen Namen an Endkund:innen weiter, meist ohne sie zu verändern. Im Reseller-Modell wird die verkaufende Plattform damit selbst zum Vertragspartner der Kund:innen und trägt Rechnung, Steuer und Haftung. Der Gewinn entsteht aus der Differenz zum Einkaufspreis.

Auf einen Blick

Wie funktioniert ein Merchant of Record?

Bei einem Merchant of Record kaufen Kund:innen rechtlich beim MoR, nicht direkt bei den Creator:innen. Der MoR zieht die Zahlung ein, weist die Umsatzsteuer aus, stellt die Rechnung und zahlt den Nettoerlös aus. Rückbuchungen, Erstattungen und steuerliche Meldungen laufen ebenfalls über ihn.

Im Ablauf übernimmt der MoR:

  1. die Zahlungsabwicklung (Karte, SEPA, PayPal, Klarna und weitere Methoden),
  2. den Ausweis und die Abführung der korrekten Umsatzsteuer des Käuferlandes,
  3. die rechtskonforme Rechnung,
  4. die Auszahlung des Nettoerlöses an die Creator:innen,
  5. Rückbuchungen, Erstattungen und steuerliche Meldungen.

Wie funktioniert das Reseller-Modell?

Im Reseller-Modell übernimmt eine Plattform dein Produkt und verkauft es in ihrem Namen an deine Kund:innen. Die Kund:innen schließen den Vertrag mit der Plattform, nicht mit dir. Die Plattform stellt die Rechnung, zieht die Zahlung ein und zahlt dir den Erlös aus. Du lieferst das Produkt und kümmerst dich um Inhalt und Betreuung.

Welche Verkaufsmodelle gibt es neben dem Reseller-Modell?

Neben dem Reseller-Modell gibt es den Eigenverkauf, den Marktplatz und das Affiliate-Modell. Sie unterscheiden sich darin, wer gegenüber den Kund:innen verkauft und wer die Abwicklung trägt.

Modell

Verkäufer gegenüber Kund:innen

Rolle des Creators

Reseller-Modell

die Plattform (Wiederverkäufer)

liefert das Produkt, erhält den Erlös

Eigenverkauf

der Creator

verkauft und rechnet selbst ab

Marktplatz

der Creator

verkauft über die vermittelnde Plattform

Affiliate-Modell

der Creator

Dritte bewerben das Produkt gegen Provision

Praxisbeispiel für Reseller Modell

Mia verkauft einen Online-Kurs über eine Plattform, die im Reseller-Modell arbeitet. Rechtlich kauft ihre Kundschaft bei der Plattform, nicht bei Mia. Die Plattform stellt die Rechnungen, führt die Umsatzsteuer ab und zahlt Mia den Erlös aus. Mia liefert den Kursinhalt und betreut ihre Teilnehmenden.

ablefy-Einordnung

Bei ablefy ist das Reseller-Modell eine von zwei Verkaufsvarianten. Rechtlich verkauft dann ablefy über die Tochtergesellschaft namotto und übernimmt Umsatzsteuer, Rechnung und Abwicklung. Wer im eigenen Namen verkauft, bleibt selbst Verkäufer.

Häufige Missverständnisse

  • „Ein Reseller verändert das Produkt.” In der Regel nicht. Reseller verkaufen die Produkte meist unverändert weiter.
  • „Beim Reseller-Modell verliere ich mein Produkt.” Nein. Das Recht am Produkt bleibt bei dir, die Plattform erhält nur das Recht zum Weiterverkauf.
  • „Reseller-Modell und Merchant of Record sind zwei verschiedene Dinge.” Bei Plattformen für digitale Produkte fallen sie zusammen: Der Reseller ist rechtlich der Verkäufer und damit der Merchant of Record.

Häufige Fragen zu Verkaufsplattformen

Ein Großhändler verkauft an andere Händler weiter (B2B). Ein Reseller verkauft an Endkund:innen, oft im B2C-Bereich.

Am Unterschied zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis, der Marge. Bei Plattformen kann stattdessen eine Gebühr pro Transaktion anfallen.

Ja. Gerade bei digitalen Produkten entfällt die Lagerhaltung, und die Plattform kann Umsatzsteuer und Abwicklung übernehmen.

Ja. Als Verkäufer haftet der Reseller gegenüber den Kund:innen, etwa bei der Gewährleistung.

elopage.com Weiterleitungen enden bald!

Bitte verwende ab sofort unsere neue Adresse ablefy.io, um unsere Website zu besuchen.

Als Lesezeichen speichern

oder